Ambulante Therapie

Die Effingerhort AG behandelt im stationären Rahmen Suchtkrankheiten sowie psychische Begleitkrankheiten. Der Aufenthalt wird durch Fachpersonal aus der Psychiatrie, Psychologie, Medizin und aus der Agogik begleitet. Der Mensch erhält die Möglichkeit, sich mit seinem Suchtverhalten und -erleben, seiner Krankheitseinsicht sowie der Motivation für ein abstinentes Leben auseinanderzusetzen.

Der stationäre Aufenthalt dauert mehrere Monate und wir behandeln Menschen mit:

  • einer oder mehrerer stoffgebundenen Abhängigkeiten wie; Alkohol, Medikamente oder Drogen

  • zusätzlichen Störungen wie; psychische Erkrankungen, Essstörungen

  • weiteren Verhaltensstörungen wie; Spielsucht, Internetsucht, Kaufsucht, andere Störungen

  • im Rahmen des stationären Massnahmevollzugs Art. 60 StGB oder Voraussetzungen für den Vollzug Gemeinnütziger Arbeit nach Art.36 StGB erfüllen

Die Effingerhort AG ist eine anerkannte Institution und untersteht dem Präventions- und Sozialhilfegesetz.

In der geleiteten Gruppentherapie nehmen die Klienten wöchentlichen teil und haben die Möglichkeit, sich innerhalb der Gruppe mit ihrer Erkrankung auseinanderzusetzen und gleichzeitig Rückmeldungen von den Teilnehmern in Bezug auf ihren Umgang mit der Erkrankung zu bekommen.

Einmal im Monat haben alle weiblichen Klienten unserer Einrichtung die Möglichkeit, an einer Frauengruppe teilzunehmen. Hierbei wird der Fokus auf alltägliche Themen gelegt und der Umgang mit potentiell herausfordernden Situationen besprochen.

Bedingt durch das Krankheitsbild stellt ein geregelter Besuch des therapeutischen Settings oder einer Tagesstruktur eine hohe Herausforderung dar. Besuche in der Gruppe, Beschäftigung und Aktivierung beim Spielen oder Basteln bereichern die Vielfältigkeit der Freizeitgestaltung.

Das Gericht ordnet eine stationäre therapeutische Massnahme nach Art. 60 StGB an, wenn eine Tatbegehung im Zusammenhang mit einer Sucht oder einer anderen Abhängigkeit steht. Ziel der Massnahme ist die Behandlung dieser Abhängigkeit. Dadurch soll der Gefahr der Begehung von weiteren Straftaten durch die verurteilte Person begegnet werden.

Die Massnahme dauert in der Regel höchstens 3 Jahre. Sind die Behandlungsziele nach 3 Jahren nicht erreicht, kann das Gericht auf Antrag der Vollzugsbehörde die Massnahme einmal um ein weiteres Jahr verlängern.

Als gemeinnützige Arbeit gilt eine Arbeit, die unentgeltlich zugunsten einer Einrichtung geleistet wird, die einem sozialen oder im öffentlichen Interesse stehenden Zweck dient. Die GA setzt voraus, dass die verurteilte Person gesundheitlich in der Lage ist, den vorgesehenen Arbeitseinsatz ambulant zu leisten. Grundsätzlich vermittelt die Sektion VDB den Einsatzbetrieb.