«Unsere Bewohnerinnen und Bewohner stehen im Mittelpunkt»

Was bieten wir

Erfahrungen zeigen auf, dass die Behandlungserfolge bei einer Begleitung durch Bezugspersonen grösser ausfallen. Jeder Bewohnende arbeitet mit einem Teammitglied als Bezugsperson zusammen. Die Bezugsperson wird bestimmt, sobald ein Eintritt konkret wird. Für die Fallführung und die Fallkoordination ist die Bezugsperson zuständig. Die administrativen Aufgaben und die individuelle Betreuung im Laufe der Aufenthaltszeit erfolgt durch die Bezugsperson und benötigt die Zustimmung des Bewohnenden. Die Bezugsperson plant die vereinbarten Teilschritte des Aufenthaltes und gewährleistet Kontinuität zu den Auswertungen und der Dokumentation der Prozessschritte. Alle weiteren Mitarbeitenden tragen für jeden Bewohnenden, trotz Bezugspersonenarbeit, die pädagogische Verantwortung.

Die Lebenswelt Sucht kennt keine Altersgrenzen. Aufgrund der demographischen Entwicklung steigt die Nachfrage von älteren Betroffenen nach einem Betreuungsplatz. Wir begleiten ältere und schwächere Personen im forgeschnittenen Alter mit einer Alkoholerkrankung. Die Spannbreite der Folgen von Suchterkrankungen können von sozialem Rückzug und Vereinsamung, ungesunder Ernährung und Mangelerscheinungen, mangelndes Körperbewusstsein und Körperhygiene bis hin zu Verwahrlosung oder einem Messie Syndrom reichen.

Wir nutzen ein intaktes Netzwerk und die kooperative Zusammenarbeit mit Fachärzten, Beratungsstellen und Behörden. Unser Auftrag der Schadensminderung beinhaltet eine individuelle Begleitung mit dem Ziel, abhängige Personen zu stabilisieren und ihre soziale Integration zu verbessern.

Unsere Bezugspersonenarbeit in den Wohnbereichen spielt eine zentrale Rolle und stärkt die Sensibilisierung einer substanzfreien Lebensweise. Die sozial-therapeutisch geführten Einrichtungen arbeiten nach humanistischen und agogischen Richtlinien und den Grundsätzen der Gesundheitsförderung. Durch professionelle Bezugspersonenarbeit wird eine Reintegration in ein selbstbestimmtes Leben aufrechterhalten und gewährt, eine Brücke in eine abstinente Lebensweise zu beschreiten. Wir unterstützen aktiv die Suchtentwöhnung oder die Begleitung «Sucht im Alter».

Das Gericht ordnet eine stationäre therapeutische Massnahme nach Art. 60 StGB an, wenn eine Tatbegehung im Zusammenhang mit einer Sucht oder einer anderen Abhängigkeit steht. Ziel der Massnahme ist die Behandlung dieser Abhängigkeit. Dadurch soll der Gefahr der Begehung von weiteren Straftaten durch die verurteilte Person begegnet werden.
Dauer: Die Massnahme dauert in der Regel höchstens 3 Jahre. Sind die Behandlungsziele nach 3 Jahren nicht erreicht, kann das Gericht auf Antrag der Vollzugsbehörde die Massnahme einmal um ein weiteres Jahr verlängern.

Vollzugsort: Die Massnahme wird in unserer spezialisierten Institution vollzogen

Ambulanter Vollzug von Gemeinnütziger Arbeit Art. 36 StGB

Als gemeinnützige Arbeit gilt eine Arbeit, die unentgeltlich zugunsten einer Einrichtung geleistet wird, die einem sozialen oder im öffentlichen Interesse stehenden Zweck dient. Die GA setzt voraus, dass die verurteilte Person gesundheitlich in der Lage ist, den vorgesehenen Arbeitseinsatz ambulant zu leisten. Grundsätzlich vermittelt die Sektion VDB den Einsatzbetrieb.